Spiral-Computertomografie (Spiral-CT)

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CT Somatom Spirit

Die Spiral-CT ist eine technische Weiterentwicklung der normalen Computertomographie, welche vielen Patienten durch Untersuchungen der Bandscheiben bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall vertraut ist. Im Gegensatz hierzu wird der Patient, während er von einem fächerförmigen Röntgenstrahl "abgetastet" wird, kontinuierlich an dem Detektorenkranz, dem Empfangssystem eines CT, vorbeibewegt, so dass eine spiralförmige Abtastbewegung entsteht. Der Vorteil liegt darin, daß es möglich wird, aus einem solchen 3D-Volumendatensatz räumliche Bilder des menschlichen Körpers in beliebigen Orientierungen zu erstellen.

Die Verwendung niedrigdosierter Röntgenstrahlung erlaubt ähnlich den üblichen Röntgenaufnahmen besonders gute Aussagen bei krankhaften Veränderungen am Knochen. Darüber hinaus kann der Mineralsalzgehalt und somit das Risiko eines drohenden Knochenbruchs bei Osteoporosepatienten mit diesem Verfahren gut bestimmt werden. Nicht zuletzt können auch operative Eingriffe, z. B. an den Bandscheiben unter CT-Kontrolle erfolgen.

Herkömmliche Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen, Spiral-CT und MRT-Untersuchungen dürfen bei allen orthopädischen Fragestellungen nicht isoliert betrachtet werden. Wichtig ist der gezielte Einsatz und das Zusammenspiel dieser Methoden, um zu einem optimalen diagnostischen und therapeutischen Ergebnis zu kommen und somit zukünftig die Qualität der ambulanten und stationären Patientenversorgung weiter zu verbessern.

21.07.2010