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Magnetresonanztomographie (MRT)

(c) Siemens AG, Healthcare
offenes Kernspintomographiegerät

Die synonymverwandten Bezeichnungen Magnetresonanztomographie (MRT) und Kernspintomographie (KST) bezeichnen ein bildgebendes Verfahren, welches ebenso wie der Ultraschall ohne Röntgenstrahlen Bilder des menschlichen Körpers erzeugen kann. Auch hier wurden bisher keine schädigenden Wirkungen der dabei verwendeten starken Magnetfelder bekannt. Diese Methode basiert auf dem Prinzip der sogenannten Kernspin- oder Magnetresonanz. Bestimmte häufig vorkommende chemische Elemente des Organismus (vor allem der im Wasser vorhandene Wasserstoff) werden durch einen sehr starken Radiofrequenzimpuls angeregt und senden nach Abschalten des Magnetfeldes ein typisches Signal, welches nach aufwendigen Rechenoperationen ein Bild des untersuchten Organs entstehen läßt. Im Vergleich zu den übrigen Verfahren ist der Gewebekontrast deutlich besser, wodurch die Unterscheidung von gesunden und kranken Gewebes erleichtert wird. Diese Methode kommt heutzutage praktisch bei allen Erkrankungen der Muskeln, der Gelenke sowie der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Tumoren) zur Anwendung.

Ein großer Vorteil des so genannten offenen MR-Systems, dem bislang einzigen in Kassel und Umgebung, stellt die Möglichkeit dar, bei nur kernspintomographisch sichtbaren krankhaften Veränderungen gezielt Proben zu entnehmen bzw. an dem im Gerät liegenden Patienten Operationen vornehmen zu können. Indikation für eine MRT-Untersuchung beziehen praktisch alle Strukturen des Bewegungsapparates ein und reichen von unklaren Gelenk- bzw. Muskelbeschwerden bis hin zu gutartigen und bösartigen Tumoren.

Auch sind mit einem offenen MR-System Untersuchungen von Gelenken und der Wirbelsäule in Bewegung, sogenannte Bewegungsstudien, durchführbar. Patienten mit Allergien gegen jodhaltige Kontrastmittel, wie sie bei dem konventionellen Röntgenuntersuchungen sowie bei der Computertomographie verwendet werden und solche mit Einengungsangst sind ein weiterer Personenkreis, der von der Möglichkeit einer MR-Untersuchung profitieren wird.

21.07.2010