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Die Gelenk ersetzende Operation

Ziel der Gelenk ersetzenden Operationen ist es, die Schmerzen zu nehmen und die Lebensqualität zu verbessern. Nicht immer kann die volle Funktion des Gelenkes wiederhergestellt werden. Bei einfachen Operationen ist kaum mit Problemen zu rechnen. Bei sehr schwierigen Operationen mit lange vorbestehenden Deformitäten und in Wechselsituationen mit großen Knochendefekten kann es allerdings auch mal mehrere Eingriffe benötigen.

Zur Vorsorge benutzen wir während der Operation immer den Cell saver, mit dem wir das Blut des Patienten sammeln und es ihm dann wieder zurückgeben können, damit wir möglichst kein Fremdblut benötigen. Die Thrombose- und Emboliegefahr senken wir durch Verordnung von Medikamenten und rascher Mobilisation unserer Patienten. Da die Endoprothesen-Operationen an Hüfte und Knie die häufigsten Operationen in unserer Klinik darstellen, müssen wir von dieser Indikatoroperation dem Gesundheitsamt regelmäßig unsere Infektionsstatistik liefern. Sie ist immer sehr zufriedenstellend und liegt unter dem internationalen Durchschnitt von 1-2%. Ganz entscheidend wichtig ist natürlich auch die Mitarbeit unserer Patienten, die eine Broschüre ausgehändigt bekommen, wie sie sich nach der Operation verhalten sollten, um ein gutes Operationsergebnis zu erzielen. Gerade zur Vermeidung eines Ausrenkens (Luxation) der frisch operierten Hüfte ist dies von enormer Bedeutung.

Die Vitos OKK ist ein Zentrum für Endoprothetik. Uns steht eine große Auswahl an Implantaten zur Verfügung, so dass individuell das für den Patienten am besten geeignete Produkt verwendet werden kann. Es wird immer versucht, so schonend wie möglich zu operieren, um die Weichteile (Muskeln, Sehnen, Nerven, Haut) nicht zu belasten. Durch besonders kleine Prothesen können wir viel Knochen erhalten. Insbesondere mit Kurzschaftprothesen an der Hüfte wird ein neues Gelenk geformt, ohne großen Knochenverlust zu erzeugen. Dies ist für eventuelle spätere Operationen bei den immer jünger werdenden Patienten besonders wichtig.

Schmerzen müssen nach der Operation nicht sein. Es werden Schmerzkatheter im Op-Gebiet verwendet, um den Körper belastende Medikamente einzusparen. Es gibt ein standardisiertes perioperatives Schmerzregime, um eine weitestgehende Schmerzfreiheit nach dem Eingriff zu erzielen und den Patienten rasch zu mobilisieren. Hier setzen wir insbesondere bei den Kniegelenksprothesen den sogenannten Painbuster ein, der im Gelenk postoperativ die Patienten weitestgehend schmerzfrei sein lässt.

Qualitätsmanagement haben wir uns in der Endoprothetik schon seit vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben. Vor dem Ersatz eines Hüft- oder Kniegelenkes bieten wir Schulungskurse an, damit die Patienten gut vorbereitet zur Operation und nachher wieder schneller auf die Beine kommen. Jeder Patient bekommt einen Endoprothesenpass, damit jederzeit ersichtlich ist, was für ein Prokukt er bekommen hat. Dies ist für die Planung bei anstehenden Wechseloperationen nach vielen Jahren noch von enormer Wichtigkeit. Wir führen seit 1999 ein Endoprothesenregister und erinnern unsere Patienten daran, dass regelmäßige Nachuntersuchungen auch bei Beschwerdefreiheit erforderlich sind, um zu erkennen, ob sich das künstliche Gelenk oder die Knochenstrukturen verändern.

So bereite ich mich richtig auf meine OP vor.

Ratgeber Hüftgelenkersatz

31.01.2011